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Bewerbungen nach dem Mit-großem-Interesse-Schema trudeln tagtäglich beim Personalchef ein und machen ihm genauso viel Spaß wie dem Lehrer die Korrektur eines Viertklässler-Aufsatzes. So groß sind die Unterschiede auch gar nicht. Schema abarbeiten. Vielleicht noch ein bisschen eigene Überzeugungsarbeit leisten. Schon war’s das und man kann sich freuen, dem Schredder Futter geliefert zu haben. Eine kreativere Form der Bewerbung, die zugleich noch viel Arbeit spart, ist die Bewerbungshomepage. Aber ist sie wirklich zeitgemäß oder gar empfehlenswert?
Bewerbungshomepage – Top oder Flop?
Eine Bewerbungshomepage kann in manchen Berufen eine kreative und – leider – innovative Methode sein, sich zu bewerben. Leider, weil viel mehr Bewerber auf die Idee kommen sollten, auf diese Weise ihre Kompetenzen unter Beweis zu stellen. Wer mit Homepages zu tun hat, Grafiken designt, im Webbereich tätig ist, der kann sich viel Arbeit auf diesem Wege ersparen. Einfach eine Homepage mit den bisherigen Arbeiten erstellen, alle Fähigkeiten und Kompetenzen spielen lassen, online stellen – schon sticht man ins Auge und endet schon allein deswegen nicht in den Fängen des Schredders, da man gar kein Papier verwendet hat. Bei einer Bewerbungshomepage verhält es sich aber wie mit so vielen Dingen des alltäglichen Lebens. Gut muss sie sein, sonst kann man sich die ganze Arbeit auch sparen. Besser wäre das, um den schlechten Eindruck zu vermeiden, der dadurch entstünde.
Was ist eine gute Bewerbungshomepage?
Eine Bewerbungshomepage stellt kurz und bündig dar, warum der Bewerber für das Unternehmen unabdingbar ist. Dazu gehört auf der einen Seite natürlich eine Darstellung der Person und der bisherigen Arbeitsstellen, Referenzen und anderer relevanter Argumente, die für eine Einstellung sprechen. Das alles dient aber nur der Beantwortung der Frage, was der Bewerber für das Unternehmen tun kann. Am besten schreibt man sich bei der Erstellung einer Bewerbungshomepage die Frage auf, um um sie herum die Webseite entwickeln zu können. Kurze, bündige Ausführungen, auf den Punkt gebrachte Formulierungen und eine klare Herausstellung der Argumente für die Eisntellung eines Bewerbers – das ist es, was eine Bewerbungshomepage hergeben muss. Auch aufs Design kommt es an, denn leider sieht man viel zu viele schlecht designte Webseiten, die nach dem Baukastenschema entstanden sind und denen man das auch ansieht. Eine Bewerbungshomepage sollte nur dann genutzt werden, wenn man sich sicher ist, dass sie auch auf optischer Ebene gefällt. Eine offensichtliche Baukasten-Seite will kein Personalchef sehen und sie wirkt auch nicht besonders beeindruckend.
Wann lohnt sich die Bewerbungshomepage?
Eine Bewerbungshomepage empfiehlt sich natürlich besonders dann, wenn man im Webbereich arbeitet und damit seine Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis stellen möchte. Sie kann auch dann sinnvoll sein, wenn man eine gute Grundlage hat, um sich eindrucksvoll zu präsentieren. Für die Bewerbung um einen Nebenjob wäre die Bewerbungshomepage übertrieben und würde eher noch dazu führen, dass die Bewerbung gar nicht groß beachtet wird. Gerade bei den wirklich attraktiven Stellen kann sie sich aber als kreative Idee erweisen, auch wenn man nicht gerade Webdesigner oder Webentwickler werden will. Sie wirkt in jedem Fall spannend und interessant und regt dazu an, sich das Engagement des Bewerbers und – hoffentlich – auch seinen professionellen, einprägsamen Auftritt zu merken.